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Reisebericht

Van Zyl's Pass und Marienflusstal

Schon die D3703, von der aus man zum berüchtigten Van Zyl's Pass abbiegt hat es in sich. Schnelles Vorankommen ist hier unmöglich. Die "Fahrbahn" besteht nicht etwa aus Kies, sondern aus den blanken Felsen oder großen Steinen. Selbst mit den Geländewägen muss man die Route mit Bedacht wählen um nicht aufzusetzen.

Entlang des Pads gibt es einige Himba-Siedlungen. Hier leben die Menschen noch ihr traditionelles Leben. Die westliche Zivilisation hat auf die Lebensweise der Menschen hier scheinbar noch keinen Einfluss genommen. Die Kinder sind immer als erste zur Stelle und bitten mit "Sweety, Sweety" Rufen um die Herausgabe von Süßigkeiten. Etwas geschockt waren wir, dass manche Kinder neben Sweeties auch "Tobacco" oder "Money" forderten. An die Kinder haben wir einige Mentos und Kekspackungen verteilt. Die Freude darüber war groß. Wir hatten extra einen Geschenkekarton mit Mehl, Zucker und Tabak eingerichtet aus dem wir hier und da einige Dinge an die Bewohner der Siedlungen verschenkt haben. Wir haben extra darauf geachtet, dass die Dinge die wir verschenken keinen großen Verpackungsmüll produzieren. Da es keine Müllabfuhr gibt, landet Verpackungsmüll immer irgendwo in der Landschaft. Wir sind an einigen großflächig angelegten Müllhalden entlang des Weges vorbeigefahren und wollten nichts zu deren Wachstum beitragen. Als Dank für die Geschenke durften wir eine Siedlung von innen betrachten. Mehr dazu im Fotobericht Himbas.

Entlang der Strecke haben Himbas einen Campingplatz eingerichtet. Zwar bietet dieser ausser Feuerholz keinen Komfort und man könnte auch genausogut irgendwo neben dem Pad sein Camp aufschlagen, aber wir möchten dieses Projekt der Menschen gerne unterstützen. Hier haben wir ein belgisches Paar getroffen, die mit ihrem Geländewagen in Südafrika gestartet waren und sich bis zurück nach Belgien durchschlagen wollten.

Die Aussicht von der Passhöhe des Van Zyl's Passes ins leere und weite Marienflusstal ist überwältigend. Hier kann man sich nochmal sammeln, bevor es ans Eingemachte geht. Direkt nach der Passhöhe kommt ein wirklich extremer Abstieg. Hätte man mir vor der Reise gesagt, dass man hier mit dem Auto unbeschadet runterfahren kann - ich hätte es nicht geglaubt. Bevor man hier herunterfährt empfielt es sich die Strecke zu begehen. Da man aus der Fahrerperspektive so gut wie nichts sieht, ist eine Person die einweist und zeigt wie man lenken muss unerlässlich. Schritt für Schritt und mit äusserster Vorsicht bringen wir unsere 3 Geländewägen sicher herunter. Nach den Erfahrungen mit der Budget Notfallhotline empfiehlt es sich nicht an einer so unwegsamen Stelle einen Defekt zu haben. Unten angekommen stoßen wir erstmal darauf an, dass wir dieses fahrerische Highlight ohne Reifenpanne überstanden haben. Wir verewigen uns auf einer Steinplatte und legen Sie auf den Stapel, wo sich auch die anderern Van Zyl's Pass Bezwinger verewigt haben.

Im Marienflusstal fallen die Hexenkreise auf. Das sind wie mit dem Zirkel gezogene kreisrunde Flächen auf der Erde, wo nichts wächst. Ringsherum hat das Gras normale Höhe. Zwar gibt es einige Theorien über die Entstehung (Termiten oder abgestorbene Pflanzen, die den Boden unfruchtbar gemacht haben) - der wahre Grund scheint aber noch nicht gefunden zu sein.

Wir fahren weiter in Richtung Norden, wo wir nach ca. 60km erneut den Kunene River erreichen. Der Okarohombo Campingplatz liegt direkt auf einer Kiesbank des Flusses. Die Lage ist traumhaft. Baden im Fluss empfiehlt sich hier leider wieder nicht wegen der Krokodile. Tierfotograf Haiko spürt auf der gegenüberliegenden Uferseite auch tatsächlich ein 2 Meter Exemplar auf. Dafür gibt es hier richtige Duschen. Da uns nun die längste Etappe ohne fliessend Wasser bevorsteht geniessen wir ausgiebig die Möglichkeit zur entspannter Hygiene.




  





Die Beschilderung für die nächsten 103km hat man sich gespart

Himba Frauen

Zu Gast bei den Himbas

schwierige Anfahrt zum Van Zyl's Pass

Blick von der Passhöhe ins Marienflusstal

Extrem steile Passage zwischen fiesen Felsen

Rock and Roll

Abfahrt ins Marienflusstal

Unsere Verewigung auf dem Steinhaufen

Braii am Kunene

  




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